#1

[Infinity] Das Leben des Ordensbruders Friedrich

in Geschichten und Spielberichte 20.01.2017 21:51
von macu • Terminator | 687 Beiträge

Grüß Gott!

Hier möchte ich euch an meiner Schreiberei zum Thema "Infinity" teilhaben lassen, in der Hoffnung, dass diese nicht so schnell einschläft. Den Kern sollen ausgestaltete Spielberichte ausgesuchter Spiele bilden, welche dann durch weiterführende Kurzgeschichten ausgeschmückt werden.

Den ersten Teil bildet das letzte Spiel gegen Scho. (Natürlich werde ich hier eher gute Spiele posten. Immerhin schreibt ja auch der Sieger die Geschichte. ;) ) Aber es geht ja auch um die Story an sich, weshalb ich dies zu entschuldigen bitte.

Zitat
Der letzte Schuss des Kombigewehrs rollte noch durch die heruntergekommenen Gebäude des Stadtrandes, als sich die Haltung Bruder Friedrichs entspannte. Sergeant Alois meldete, dass der angeforderte Kreuzfahrer den gekauften Vater-Ritter erfolgreich ausschalten konnte und somit auch dieser Überfall auf die Freiheit der heiligen Kirche zurückgeschlagen wurde. Es war ein kurzes aber heftiges Gefecht, indem die eigentlich verbündeten panoceanischen Konzerne versuchten, die unabhängige Urproduktion der Kirche zu sabotieren. Ingenieure der Forstdrohnen meldeten einen bewaffneten Kampfverband ohne Kennung des Malteser-Ordens, der sich durch die Fichtenplantagen auf die benachbarte Fleischverarbeitungseinheit zu bewegte. Mit Ausnahme eines Vater-Ritters und eines schweren panoceanischen TAGs machte die Gruppe mehr den Eindruck einer verirrten Abenteurergruppe, aber die schwere Unterstützung lies böses erahnen. Daher wurde schnell ein ausreichend schweres Wachteam unter Führung Bruder Friedrichs entsandt, um den Kampfverband zu stellen und notfalls auszuschalten. Aufgrund des TAGs durften heute auch die drei heißblütigen Magisterritter Jonas, Halbert und Francois unter Aufsicht der Malteser-Brüder Joschua und Pavel an diesem Einsatz teilnehmen. Die restliche Truppe bildete sich aus drei Sergeants, welche ohnehin in diesem Gebiet patroullierten.
Durch ein frühes Entdecken irritiert, rückten die Eindringlinge nur zögerlich in die Randbezirke der Stadt ein und schienen auf Unterstützung zu warten. Während Magisterritter Francois bereits den schweren Raketenwerfer gegen den TAG in Stellung brachte und der Rest des Teams einen zentralen Platz absicherte, schlug eben diese erwartete Unterstützung auch direkt zwischen Bruder Friedrich, Bruder Francois und dem IT-Sergeant ein. Zwei Akal-Commandos fielen den Magisterrittern direkt in den Rücken und ließen auf den Headup-Displays der Brüder direkt Warnmeldungen erscheinen. Doch schien die Feldaufklärung des Konzernverbandes nicht ausreichend gearbeitet zu haben, sodass sich auf Seiten der gelandeten Commandos Panik aufgrund der vielen Ziele um sie herum breit machte. Noch bevor sich Commandos oder Ordensritter zu einer Aktion entschließen konnten, war es ausgerechnet IT-Sergeant Cyler, welcher von einem Container gedeckt mit wenigen Schüssen beide Commandos in den Staub fallen ließ. Bruder Friedrich würde sich ihn noch einmal genau anschauen müssen, konnte er scheinbar wohl besser schießen, als seine eigentlichen Aufgaben, die digitale Verteidigung der Ritter, erfüllen.
Eine explodierende Miene nahe des gesicherten Platzes lies die Aufmerksamkeit jedoch wieder den restlichen Einheiten der Konzerne zukommen. Durch den neuerlichen Adrenalinschub angespornt, verließ Bruder Francois die Deckung ein wenig, um dem anrückenden TAG zwei Raketen zukommen zu lassen. Noch bevor dieser auf die Geschosse reagieren konnte, spritzten heiße Metallsplitter durch die Gasse, in der das Gerät stand. Das Klirren ihrer Einschläge wurde von den Schüssen des schweren Maschinengewehrs übertönt, mit welchen Bruder Pavel den feindlichen Befehlshaber eindeckte und schwer verwundete. Sergeant Alois meldete von seinem erhöhten Beobachtungsposten nun nur noch einen Sanitäter und einen Vater-Ritter, welche immer noch abwartend außerhalb der eigenen Reichweite standen. Auch wenn es Bruder Friedrich nicht gefiel, hatten diese doch die heilige Kirche und ihr aggressives Vorgehen auch Gottes Schöpfung in Form der menschlichen Unversehrtheit verletzt. Mit einem kurzen Kommando landete einer der drei Kreuzfahrer, welche ihrer Einheit zugeteilt waren, gedeckt von einem Gebäude. Ohne zu zögern ließ er erst den Sanitäter im Feuer zusammenbrechen und lockte anschließend den Vater-Ritter in einen Hinterhalt. Ohne göttliche Führung verließ ihn das Glück und bald fand neben der ersten Kugel auch noch eine weitere Kugel ihren Weg durch seine Rüstung.



Viel Spass damit!

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#2

RE: [Infinity] Das Leben des Ordensbruders Friedrich

in Geschichten und Spielberichte 20.01.2017 22:48
von Sir-Eddi-Ritter-der-WZ • Ordensmeister | 1.710 Beiträge

Schon der erste Satz ist der Knaller: Der letzte Schuss des Kombigewehrs rollte...Äh? Eine Kugel rollt, ein Schuss kann verhallen...Bitte die Formulierungen nochmal überdenken. Ich weiß, dass dies schwer ist und man in seiner eigenen Begeisterung dies völlig überliest oder sich in seiner Wortwahl vertut und etwas ganz anderes aussagen will, als man geschrieben hat. Geht mir in meinen Spielberichten oft auch so...aber ich habe ja auch kein Abitur.
Ich habe beim Geschreibsel meiner Kurzgeschichte "Die Wiege des Bösen" starke Kritik aushalten müssen. Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel.

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#3

RE: [Infinity] Das Leben des Ordensbruders Friedrich

in Geschichten und Spielberichte 21.01.2017 22:37
von macu • Terminator | 687 Beiträge

Da Michi gern unser heutiges Spiel auch verschriftlicht haben wollte: Hier nun zunächst noch ein Spielbericht gegen seine Morats.

Zitat
Nicht nur zu Haus auf der Erde gab es Arbeit. Mit der fortschreitenden Kolonisation des Raumes konnte auch der Glaube weiter in die Weiten des Universums getragen werden. Und zusammen mit dem Glauben selbst, kommen auch die Pilger, um die unvorstellbaren Geschenke und Zeugnisse der himmlischen Schöpfung jenseits der heiligen Welt mit eigenen Augen sehen zu können. Der Dienst im Orden der Malteser ist dabei auch stets ein Dienst am Pilger. Ob sie an jedem Ort Gottes versorgt, beschützt oder gerettet werden müssen – Bruder Friedrich und seine Ordensbrüder verschrieben ihr Leben Gott und seinen Anhängern.
Obwohl Bruder Friedrich vorrangig für die Sicherung der Interessen des Ordens auf der Erde selbst eingesetzt war, wurde auch ihm alle fünf Jahre der Dienst am Pilger direkt zuteil. Nicht unweit von Paradiso wurde er in seinem dritten Ferneinsatz mit seiner Einheit in einen Morat-Überfall verwickelt. Zusammen mit einer Stoßtruppe panoceanischer Pioniere sollten sie eine heilige Quelle in einem weniger stark besiedelten Teil des Planeten sichern und erschließen, als urplötzlich die Kommunikation mit dem planetaren Kommando abriss und die Pioniere in einen Hinterhalt gelangten. Verfolgt von feindlichem Feuer und undeutlichen Schatten im unübersichtlichen Gelände gelang es Bruder Friedrich und einer Hand voll Ordensritter und Sergeants einen kaum bewohnten Außenposten zu erreichen. Wenn ihnen die Aliens nicht schon zuvorgekommen sein sollten, würden die hier installierten Relais hoffentlich eine Kommunikation mit dem Kommando ermöglichen und eine Evakuierung der festsitzenden Pioniere einleiten lassen.
Eine erste Einschätzung der Lage ergab, dass sich nur wenige, leicht bewaffnete Morats in den Gassen des Außenpostens eingegraben hatten. Doch dieser Schein konnte nur zu gut trügen, wie Bruder Friedrich aus Ordensaufzeichnungen wusste. Daher entschloss er sich, zusammen mit einem IT-Sergeant die Linie für einen eventuellen schnellen Rückzug zu sichern, während ein weiterer Sergeant als Beobachter zusammen mit den schwer bewaffneten Ordens- und Magisterrittern nach vorn geschickt wurde. Da in jeder Ecke mit Fallen zu rechnen war, flankierte sie ein weiterer Sergeant als Scharfschütze. Niemandem war besonders wohl dabei, durch diesen Außenposten zu streifen. Überall waren Schritte zu hören, Schatten flackerten auf und verschwanden wieder und hin und wieder waren sogar Stimmen auszumachen. Besonders auf der rechten Flanke und nah an den eigenen Stellungen waren verdächtige Bewegungen auszumachen. Ordensbruder Lech meinte, einen Scharfschützen auf dem höchsten Gebäude des Areals ausgemacht zu haben, doch bevor er einen Schuss des schweren Maschinengewehrs abfeuern konnte, brach er durch feindliche Projektile verwundet zusammen. Bruder Konstantin konnte den nebenstehenden jungen Magisterritter nur schwer zurückhalten, während er sich näher an Lech bewegte, um seine Wunden zu versorgen. Dennoch gab der junge Ritter einige Schüsse in Richtung des Schützen ab, welche mit einem heiseren Schrei und einem dumpfen Aufschlag auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes quittiert wurden. Nun etwas entspannter schaffte es Konstantin, Lech wieder auf die Beine zu bringen. Mit einem Gebet auf den Lippen verteilten sich die Ritter etwas weiter, um nicht wieder so leicht unter Beschuss genommen zu werden.
Diese Vorsicht war auch mehr als nötig. Noch bevor der zurückgebliebene IT-Sergeant eine Firewall oder gar eine sichere Kommunikation errichten konnte, riss es ihn von einem Weitschuss getroffen vom Dach einer Baracke. Friedrich sah ihn noch ausweichen, wurde aber im nächsten Moment von einer Bewegung direkt vor ihm abgelenkt. Doch gerade als er dieser genauer auf den Grund gehen wollte, erhielt er Funkkontakt zum Oberkommando. Da er nicht wusste, wie lange diese Verbindung aufrecht gehalten werden konnte, forderte er zunächst einen Kreuzfahrer zur Unterstützung der Ritter an. Kaum waren die Koordinaten übermittelt, brach die Verbindung jedoch bereits wieder zusammen. Der Gegner musste also auch versuchen, die Terminals des Außenpostens zu nutzen. Wenn nicht auch die etwaige Evakuierung in einem erneuten Hinterhalt einer größeren Offensive verebben sollte, müssten auch die Alienaktivitäten an diesen Terminals dokumentiert und gemeldet werden. Zum Glück lag noch der Artilleriebeobachter in seiner vorgeschobenen Stellung und konnte, sobald eine Verbindung zum Kommando erneut hergestellt wurde, alle nötigen Daten weitergeben.
Ein lauter werdendes Rauschen kündigte die Unterstützung des Kreuzfahrers an und wurde rasch durch gut vernehmbares Dauerfeuer eines panoceanischen Maschinengewehrs abgelöst. Ermutigt durch diese vertrauten und tödlichen Geräusche rückten die Magisterritter weiter vor. Doch kaum hatten sie zwei Schritte getan, verstummte erst das Feuer des Maschinengewehrs und wurde sogleich durch ein pfeifendes Zischen von der linken Flanke her abgelöst. Nur um Haaresbreite verfehlte eine Ladung Plasma, abgefeuert von einem weiteren, wenig einsehbaren Gebäude den Ritterbund. Die Verwirrung wurde weiter gesteigert, als nun auch noch der Funkkontakt mit Bruder Friedrich abriss. Einer der Magisterritter konnte noch beobachten, wie sich eine Gestalt, offenbar ein Arbeiter des Außenpostens auf den Leutnant zu bewegte, nicht auf seine Zurufe in Deckung zu bleiben reagierte und ihn anschließend mit einer seltsam glänzenden Waffe angriff. Derart überrascht gelang es Bruder Friedrich kaum, den Angriff abzuwehren und noch während der sein eigenes Schwert zur Verteidigung in die Höhe riss, führte der seltsame Angreifer einen Hieb gegen seine linke Seite. Obwohl er sich leicht zurückfallen lassen konnte und so die volle Wucht des Schlages abmildern konnte, fiel er nach hinten über und blieb bewusstlos liegen.
Dies war zu viel für die jungen Magisterritter. Die Zurufe der beiden älteren Malteser ignorierend, stürmten sie zu zweit auf den Angreifer zu. Während um sie herum und in ihre Rüstungen selbst Schrotgaben des Angreifers und des geheimnisvollen Schützen der linken Flanke einschlugen, schossen sie selbst alles, was ihre leichten Schrotflinten hergaben in den Feind. Doch seinen Tod sollten die eigenen Schwerter bringen. Als nun ältester Ordensritter der Einheit war es nun an Konstantin, ein völliges Kippen des Einsatzes zu verhindern. Auch wenn es schwierig werden würde: Ein Terminal lag in erreichbarer Nähe und auch der Beobachtungssergeant war noch auf seiner Position. In der Hoffnung, dass der Feind nicht bereits mehrere Terminals mit seiner Software umprogrammiert hatte und somit ein Rauswählen unmöglich machen würde, gab Konstantin dem Beobachtungssergeant den Befehl zum Aufbruch und rannte selbst an die Konsole im eigenen gesicherten Bereich. Obwohl bereits einige Systemfunktionen nicht mehr anwählbar waren, schaffte er es doch endlich, eine Verbindung einzurichten. Begleitet von starkem Feuer schaffte es kaum fünf Sekunden später auch der Sergeant Daten über die feindlichen Aktivitäten durchzugeben.

Nun würde es nur noch wenige Augenblicke dauern, bis weitere Kreuzfahrer und Brüder des Ordens von Santiago eintreffen würden und sie selbst, sowie die eingeschlossenen Pioniere zu evakuieren.



Also meiner Erfahrung nach kann der Geschossknall und somit auch der Schuss durchaus "rollen". Aber du hast Recht, Eddi, das klingt so nicht gut. Danke!

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